Dienstag, 18. Februar 2014

Weiter nach Cali



17.02.2014

Wir fahren hinunter in das Tal des Cauca, der zwischen den beiden Kordilleren in Richtung Karibik fließt. Vorbei geht es an Kaffee- und Bananenplantagen und Zuckerrohrfeldern, alles in Steillagen, die ich nur angeseilt betreten würde. Auch riesige Bambusstämme in kleinen Wäldern stehen am Straßenrand. Unten, also auf 900m angelangt, ist es wieder heiß und die Straße wird vierspurig und ist im besten Zustand. Das macht sich auch in der Maut bemerkbar. Die Mautstellen werden häufiger und die Maut ist höher. An fast jeder Mautstelle das gleiche Spiel, wir wollen in die Kategorie 1, die billigste, eingestuft werden, was uns auch letztendlich immer gelingt. Kriterium dafür sind zwei Achsen und vier Räder, hätten wir hinten Zwillingsreifen, wären wir Kategorie 2. Manchmal gehen die Mädels, es waren bisher immer junge Frauen, aus ihrem Häuschen nach hinten, bestaunen die riesigen Reifen, zucken mit den Schultern und ändern die Kategorie. Lustig, ein kleiner Transporter mit winzigen Zwillingsreifen hinten bezahlt mehr als wir. Aber so sind die Tarifbestimmungen. In Buga fahren wir in den Ort, um nach einem Dieselfilter zu schauen. Vor einem Autoteilehändler halte ich und wir fragen. Ja, man habe, aber es müsse geprüft werden, ob der passt. Ich verstehe, ich solle dazu das Führerhaus kippen. Sofort sind drei ölverschmierte Typen am Auto, einer sitzt bereits am Motor und schraubt an meinem Dieselfilter herum. Man hat gemeint, er soll gewechselt werden. Irmi kann die drei und ihren Tatendrang stoppen. Ich habe den alten als Muster aufgehoben und wir vergleichen, könnte passen, also nehmen wir zwei mit.

In einem Restaurant, in dem wir zu Mittag essen, warnt uns der Besitzer in bestem Englisch vor der Straße nach San Augustin, sie sei in einem miserablen Zustand und ggf. auch nicht sicher, wir sollen uns auf jeden Fall bei Polizei und Militär über die Sicherheitslage informieren, werden wir ganz sicher tun. In Cali bleiben wir an einer Esso-Tankstelle an der Straße nach Popaján stehen, wir dürfen über Nacht bleiben.  

Unser Standort 3.33396, -76.52469, 1030m hoch.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.