Dienstag, 24. Februar 2015

23.02.2015 Von nun an Richtung Norden

Das Steak von gestern Abend war zwar gut, aber hat meinen Magen in den Nacht beschäftigt, was wiederum meiner Nachtruhe nicht gut getan hat. Wir starten bei bedecktem Himmel, aus dem wenige Tropfen fallen. Die Fahrt nach Bahia Azul, dort ist der Anleger der Fähre, ist sehr ruhig, es herrscht kaum Verkehr. Der Grenzübertritt ist schnell und problemlos, bei den Argeiniern wird gelacht und gescherzt, was für ein Unterschied zu den amerikanischen Grenzen, wo Gefängnisatmosphäre herrscht. Ich weiß, ich wiederhole mich nicht zum ersten Male, aber es muss sein! 300km Teerstraße und die letzten 100km Sandstraße auf dieser Reise, dann sind wir dort und freuen uns, kaum Autos vor uns und eine Fähre wird gerade entladen, wir sind also gleich auf dem Festland. Falsch gedacht, denn ein Tankwagen fährt auf die Fähre und sie startet sofort. Tankwagen werden nur solo befördert, das ist uns schon bei der Herfahrt passiert.

Die Überfahrt ist noch unruhiger als das letzte Mal, Irmi legt sich vorsichtshalber einen Beutel zurecht, braucht ihn aber dann doch nicht.

Auf dem Festland fahren wir in Richtung Meer, um einen Übernachtungsplatz zu finden, unmöglich, das Meer und das Land sind eingezäunt. Also bleiben wir auf dem Parkplatz vor dem chilenisch/argentinischen Grenzübergang stehen. Ich stelle das Auto so ab, dass das Führerhaus im Wind steht, trotzdem wackelt es gewaltig, so bläst der patagonische Wind, für uns ein Sturm. Irmi alleine kann weder Führerhaustüre noch Koffertüre öffnen. Schließen muss man die Türen nicht, loslassen genügt völlig, der Wind erledigt den Rest. Die Grenzabfertigung und die uns gegenüberliegende LKW-Waage schließen um 21:00, trotzdem fahren PKW und LKW ungehindert in beiden Richtungen durch den Übergang, ein seltsames System.  

Ein Handy ist als ungesicherter Hotspot in unserer Nähe, wir sind so frech, verbinden unsere Computer und laden die Mails herunter bzw. versenden sie. Der Grimaldi Agent, den ich schon vor über einer Woche in einer Mail um einige Informationen gebeten habe, hat sich immer noch nicht gemeldet. Grimaldi ist die Reederei, die unser Auto nach Deutschland schippern soll. Ich hoffe, eine Mail an Seabridge, der Agentur in Deutschland, bewegt etwas.


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