21.05.2013
Der gestrige Tag verging mit den üblichen Arbeiten am Auto, um es auf die Standzeit
vorzubereiten. Am Abend dann schaut Martin noch einmal überraschend vorbei und
wir sitzen in der milden Nacht, interessanterweise ohne Mücken und plaudern bei
einem guten Glas Wein über Gott und die
Welt.
Heute dann stellen wir das Auto wie verabredet bei Radial Llantas ab und
Fausto, der Stellvertreter von Senior Silva bringt uns zum Flughafen. Auch
Fausto ist uns sofort sympathisch und wir verabschieden uns mit Umarmungen.
Am Security Check dann passiert es: Die Boxen von Irmi und mir, in die man
alles hinein packen muss, kommen kopfüber aus der Xray-Maschine, mein Handy
fliegt auf den Boden unter das Rollband und Irmis Uhr ist weg. Und niemand
interessiert sich für uns, man schaut weg, lacht, scherzt mit einander, erst
als ich massiv laut wurde, gebrüllt habe, kümmerte man sich um die Uhr, sie lag
noch in der Maschine. Und mein Handy ist hin, es lässt sich nicht mehr
einschalten. Das interessiert auch erst einmal keinen, auch hier musste ich
sehr laut werden, bis man mir das Büro des Supervisors zeigt. Dieser zweifelt
erst einmal an, dass das Handy hin ist, auch hier wird erst nach massivem Druck
regiert. Gott sei Dank haben wir ausreichend Zeit, so könnte ich das Ganze noch
weiter eskalieren, ich drohe mit der Polizei. Endlich lässt man mich ein
Formular ausfüllen und gibt mir eine Visitenkarte mit einer Email-Adresse. Ich
habe jedoch wenig Hoffnung, den Schaden, das Handy ist gerade mal vier Monate
alt und kaum benutzt, ersetzt zu bekommen.
Beim Boarding werden wir wieder von Drogenhunden beschnüffelt, Irmi mag das
ja gar nicht, aber der für sie zuständige Golden Retreaver ist nicht zum
Fürchten, da ist der Blick des Deutschen Schäferhundes, der für mich zuständig
ist ein ganz anderer.
Mit nur ganz wenig Verspätung rollen wir zum Start, der dann erst einmal
nicht stattfindet, ein Fehler in der Schubumkehr ist der Grund dafür. Der Pilot
entscheidet, zur Parkposition zurück zu rollen und einen Techniker zu Rate zu
ziehen. Mit zweistündiger Verspätung heben wir dann ab, ein Mexikaner neben mir
wollte schon aussteigen und eine andere Maschine nehmen.
Der Flug verläuft dann ruhig, die amerikanische Ostküste entlang bis zur
Südspitze von Neufundland, Wales, Frankfurt.
Deutschland begrüßt uns mit bedecktem Himmel bei 11°C, uns stört es nicht. Zuhause
angekommen machen wir die Sauna und den Kaminofen an.
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