Wir verabschieden uns von unseren Gastgebern Angelika und
Norbert, vielen Dank für Eure Gastfreundschaft und die Zeit, die Ihr uns
geschenkt habt! Wir fahren Richtung Colòn, wir wollen nach Norden. Nach einiger
Zeit kommt mir die Richtung komisch vor, Irmi hat das falsche Colòn in das Navi
eingegeben. Nachdem das korrigiert ist und wir auf die richtige Autobahn
gewechselt sind, geht es auf zwei riesigen Brücken über das Mündungsdelta des Paranà
auf der vierspurigen Autobahn Richtung Norden. Das Land wird das Mesopotamien
von Argentinien genannt, das Land zwischen den Flüssen Paraná und Rio Uruguay. Es ist
flach, grün, von vielen Wasserläufen durchzogen und damit fruchtbar. Unterwegs
sehe ich, wie ein Raubvogel in einen Vogelschwarm hinein stößt und tatsächlich
sich einen schnappt. Im richtigen Colón finden wir auf dem Camping Municipal
einen schönen Platz am Strand und schauen zu, wie der Mond über dem riesigen
Rio Uruguay aufgeht.
Unsere große Reise, beginnend in Halifax und endend in Montevideo, Uruguay
Samstag, 7. März 2015
Freitag, 6. März 2015
05.03.2015 Buenos Aires
Wir verbringen den Tag auf dem wunderschönen Grundstück von
Angelika und Roberto und faulenzen am Pool. Am Abend gehen wir in der Nähe zum
Essen. Gegen 20:00 sind wir im Lokal fast die einzigen Gäste. Als wir um 23:00
das Lokal verlassen, sind alle Tische besetzt, auch von Familien mit Kindern
und man ist noch beim Essen. Von der Währungskrise ist hier jedenfalls nichts
zu spüren, Norberto meint, die auf Hochtouren laufende Notenpresse der
Regierung sorgt dafür. Wie lange das wohl gut geht, laut Norberto ist die
Inflation jetzt schon gewaltig.
Donnerstag, 5. März 2015
04.03.2015 Buenos Aires
Norberto fährt uns zur Bushaltestelle, von wo ein Kleinbus
direkt zum Obelisken
fährt. Wir streifen
zu Fuß durch die Altstadt, BA ist eine Großstadt wie viele auf der Welt mit
einem gewissen, morbiden Charme. Wieder staunen wir über die hohen Preise in den
Geschäften und Lokalen, von Währungskrise ist nichts zu merken. Nach einigen Stunden
haben wir genug, es ist schwül und heiß geworden. Bei Angelika und Norberto auf
der Terrasse ist das viel erträglicher, als nichts wie hinaus ins Grüne.
03.03.2015 Bei unseren Freunden in Buenos Aires angekommen
Nach einigen Stunden Fahrt durch teilweise kräftigen Regen
sind wir nun bei Angelika und Norberto angekommen. Der LKW passt gerade so in
die Einfahrt auf dem wunderschönen Grundstück. Die Freude auf beiden Seiten ist
riesengroß, nach mehr als 15 Jahren sehen wir uns wieder. Am Abend wird
gefeiert mit bestem Steaks und ebensolchen Wein.
Mittwoch, 4. März 2015
02.03.2015 Tagesziel Azul
Ereignislos geht die Fahrt durch weite Felder, nichts als
Felder weiter Richtung Buenos Aires. Die Getreidefelder sind bereist
abgeerntet, da grasen manchmal Kühe darauf. Mais-, sonnenblumen- und
Bohnenfelder reichen bis zum Horizont, wie die Pampa, nur grün, und manchmal
Bäume dazwischen.
An einer Tankstelle halten wir, um uns im Internet zu
informieren. Wir haben Antwort von einer anderen Reederei, http://www.mhsa-uy.com/, die ich vor ein paar
Tagen angeschrieben habe. Am 21.3. geht ein Schiff von Montevideo nach
Bremerhaven, deutlich billiger als Seabridge, man braucht auch keinen Agenten
in Montevideo, keinen Spediteur und kann das Auto selbst an Bord fahren. So
sparen wir mehr als die Hälfte der Frachtkosten. Wir buchen sofort und die
Buchungsbestätigung kommt umgehend, fixe Leute.
Auf dem kommunalen Campingplatz von Azul bleiben wir stehen,
ein schattiger Platz, grüner Rasen, Strom an einem gestauten Bach, auf dem Paddler
sich vergnügen. Und am Abend weht auch noch ein freies Internet herein. Nur die
sanitären Einrichtungen sind so, dass ich unser Klo lieber in der freien Natur
leere.
Montag, 2. März 2015
01.03.2015 Tagesziel Monte Hermoso
Es regnet ein paar Tropfen, als wir losfahren. Aus der Pampa
ist endgültig Kulturlandschaft geworden, die aber auch nicht abwechslungsreicher
ist. Ab Bahia Blanca, einer Industriestadt, ist der Verkehr dicht, fast wie in Deutschland. Ohne
erwähnenswerte Vorkommnisse fahren wir nach Monte Hermoso, einen Badeort. Der hat den Charme einer Wildweststadt, die Strandpromenade
ist aus Holz zusammengezimmert und wirkt provisorisch. Wir übernachten
außerhalb an den Dünen und fühlen uns dort wie an der Nordsee, nur, dass hier
wieder Autos, Quads und Motorräder auf dem Strand herum fahren. Aber mit Einbruch
der Dunkelheit ist Schluss, wir haben unsere Ruhe.
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